Streuobstwiese, Garten und Hecke

Eine Ringelnatter im Frühjahr

Eine Ringelnatter im Frühjahr. Sie schaute uns tagelang beim Bauen eines Wildzaunes zu.

Hinter den Schüppchen, die unseren Innenhof nach Norden begrenzen, erstreckt sich auf etwa einem Hektar (10.000qm) ein Mix aus Streuobstwiese, Nutzgarten und weitgehend naturbelassenen Flächen bis an den Waldrand, der etwa hundert Meter weiter ans Naturschutzgebiet Klapperberge angrenzt. Wir haben begonnen, eine Hecke anzulegen. Sie soll als Wildtierhabitat und Erosionsschutz dienen, ausserdem sollen neben dem weitgehenden Sichselbstüberlassen gezielt seltene bzw. nützliche heimische Sträucher und Bäume als „Überhälter“ gepflanzt werden. Es gibt links und rechts der Hecke eine Saumzone, die etwa einmal jährlich gemäht werden soll. Die Hecke selbst ist in verschiedene Sektionen aufgeteilt. Es finden sich Benjeshecken, Lesesteinhaufen und gezielte Anpflanzungen. Hecken sind wertvoll in ihrer Funktion als Verbindungelemente zwischen den Lebensräumen, sie sind selbst Lebensraum und dienen unter anderem Fledermäusen als Orientierung und als Jagdgebiet. Ebenfalls finden sich einzelne Busch- und Strauchinseln auf der Streuobstwiese sowie ein altes, großes Schlehendickicht, in dem sich Vögel, Füchse und Dachse aufhalten (siehe Fotos). Es stehen eine ganze Reihe alter Birnen- und Apfelbäume auf der Wiese, ebenso viele jüngere Pflaumen und ein paar Kirschbäume, ausserdem einige alte Eichen. Die Obstbäume sollen nach und nach ergänzt werden, tote Bäume werden, soweit das Risiko vertretbar ist, als Biotopbäume stehen gelassen (ggf. eingezäunt). Ehemalige Gartenflächen haben wir teilweise wieder urbar gemacht. Die Idee, ein für Wildtiere offenes Gelände zu schaffen bedeutet, alle für Verbiss sensiblen Bereiche einzuzäunen. Dies geschieht logischerweise immer bevor angebaut werden kann.

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