Jetzt auch noch Hühner

Wir gehen mit dem Zeitgeist, deswegen haben wir ganz im Geiste der diesjährigen Ereignisse in Osteuropa unser Grundstück erweitert, indem wir einen Bereich, den eigentlich unser Nachbar seit Jahr und Tag für sein Geflügel genutzt hatte „zurückannektiert“ haben. Natürlich haben wir uns vorher erkundigt, ob er auch wirklich nicht mehr vorhat, sich nochmal (nach Jahren der Nichtbenutzung) Hühner anzuschaffen  („Sie haben doch wohl nicht vor…“). Dies verneint, öffneten wir in einem erhabenen, für westdeutsche in die Uckermark Gezogene irgendwie rührenden Augenblick den Maschendraht zu unserer Seite hin und hatten quasi mit der Kneifzange einen Hühnerstall gebaut. Der Sommer gerade vorbei, trug ich eines Vormittags einen großen wackelnden Karton in den Garten. Sekunden später liefen die Neuankömmlinge um mich herum. Noch schnell in einem Anflug von Totalverlustpanik eine Art Schlafkiste gezimmert, mit Sitzstange, Nestern und mardersicher, und fünf nette Hennen scheinen seither relativ zufrieden bei uns zu wohnen. Von Anfang an völlig zahm und zutraulich, kommen sie an, lassen sich ruhig auf den Arm nehmen und legen auch noch Eier. Abends warten sie schon im Schlafhaus, damit ich endlich die Türe verschließe. Die besten Tiere, um die ich mich je kümmern durfte !!!

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